A.E. KÖCHERT IN SCHLOSS GÖDÖLLŐ
- Alex Pisecker

- 5. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Zwischen dem 6. Dezember 2025 und dem 4. April 2026 präsentiert das Schloss Gödöllő in Ungarn eine herausragende Ausstellung zum Werk des Hofjuweliers A. E. KÖCHERT. Erstmals werden erlesene Stücke aus überwiegend privatem Besitz gezeigt und eröffnen einen seltenen Blick auf kaiserliche wie aristokratische Juwelen.

Ein besonderes Glanzstück bildet die spektakuläre Wiederentdeckung einer Devant-de-corsage von Kaiserin Elisabeth, die über Jahrzehnte als verschollen galt und nun – nach intensiven Recherchen und dem Auffinden eines Familienschatzes – erstmals wieder zu sehen ist. Das im Stil der Neorenaissance gestaltete Schmuckstück aus Diamanten, Perlen und feiner Emaille geht auf einen Entwurf des renommierten Ringstraßenarchitekten und Universalkünstlers Theophil von Hansen zurück, dessen unverwechselbare Handschrift die kunstvolle Komposition prägt.
Neben prachtvollen Diademen, historischen Colliers, diamantbesetzten Orden und symbolträchtigen Ringen aus dem Besitz bedeutender Persönlichkeiten wie Kaiserin Marie-Louise von Frankreich, Kaiserin Elisabeth, Erzherzogin Marie Valerie, Kaiser Karl, Otto von Bismarck oder Katharina Schratt präsentiert die Schau auch besonders raffinierte Arbeiten aus der Köchert-Werkstatt. Die ausgewählten Stücke erzählen von historischen Zusammenhängen, persönlichen Anlässen und jener Goldschmiedekunst, die das Haus Köchert seit über zwei Jahrhunderten auszeichnet und bis heute in der sechsten Generation fortgeführt wird
Ergänzt wird die Ausstellung durch Entwurfszeichnungen, die ein lebendiges Bild jener Epoche vermitteln, in der glanzvolle Bälle und prachtvolle Hochzeiten das gesellschaftliche Leben bestimmten. Historische Archivunterlagen des Schmuckhauses eröffnen zudem faszinierende Einblicke – etwa in den umfangreichen Brautschmuck Erzherzogin Marie Valeries oder in die kostbaren Stücke der berühmten Vitrine 13, die seit dem Ende der Monarchie als verschollen gelten.
Von Beginn an stand höchste Handwerkskunst im Zentrum des Hauses Köchert. Die für internationale Auftraggeber geschaffenen Unikate der vergangenen Jahrzehnte zeugen nicht nur von außergewöhnlicher Präzision, sondern auch von jener kreativen Leidenschaft, die das Unternehmen seit Generationen prägt.
Auch die Entwürfe zahlreicher Künstlerkooperationen, darunter Werke von Hans Hollein, Erwin Wurm, George Condo und anderen renommierten Kreativen, verdeutlichen die Vielseitigkeit des Hauses Köchert in den vergangenen Jahrzehnten. Die Ausstellung bietet damit eine seltene Gelegenheit, in die Welt der Juwelenkunst einzutauchen und eine neue, überraschende Facette des traditionsreichen Hoflieferanten zu entdecken.
FOTOS: A. E. Köchert
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