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DONKERVOORT P24 RS: DAS FAHRERAUTO

  • Autorenbild: Peter Pisecker
    Peter Pisecker
  • 26. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Feb.

Bis zu 600 PS treffen auf 780 Kilo Leergewicht: Die reine Lehre des Autofahrens.



Als 1957 der englische Konstrukteur Colin Chapman seinen Lotus Seven auf den Markt brachte, bot dessen 1,2-Liter-Ford-Motor eine Leistung von 40 PS. Das war nett, aber wenig. Deshalb kam schon 1958 der Lotus Super Seven mit 75 PS. Weil das Kit Car nur 750 Kilo wog, reichte das oft, um stärkere, aber schwerere Autos bei Club-Rennen zu verblasen.


1973 verlegte Chapman sich auf „richtige“ Sportwagen, solche mit Türen und Dach. Er verkaufte die Rechte am Lotus Seven an Caterham, aber auch andere Firmen fanden Gefallen an dem Minimalsportwagen und bauten ihn nach. Darunter der Niederländer Joop Donkervoort, der dieses fahrende Skelett aus Motor, Lenkrad und freistehenden Rädern konsequent weiterentwickelte.


Die neueste Erscheinungsform des uralten Prinzips vom geringen Leistungsgewicht: Donkervoort P24 RS.
Die neueste Erscheinungsform des uralten Prinzips vom geringen Leistungsgewicht: Donkervoort P24 RS.

Zeitsprung, 2026: Der Donkervoort P24 RS ist das neueste Modell der niederländischen Leichtbau-Manufaktur und versteht sich als kompromisslos fahrerorientierter Supersportwagen. Die Zutaten blieben unverändert: maximale Fahrfreude durch minimales Gewicht. Moderne Technik ohne elektronische Filter. Mehr als ein Drittel der geplanten 150 Exemplare ist bereits verkauft – trotz des Preiszetterls von knapp 300.000 Euro.




PTC steht für Power to Choose – von 400 bis 600 PS.
PTC steht für Power to Choose – von 400 bis 600 PS.

Herzstück ist ein neu entwickelter 3,5-Liter-V6 mit zwei Turbos, den Donkervoort „Power To Choose“ nennt (PTC). Der Motor leistet je nach Einstellung 400, 500 oder 600 PS und liefert bis zu 800 Nm Drehmoment. Diese Leistungsdaten treffen auf 780 Kilogramm Auto, das in 7,4 Sekunden auf 200 km/h geschossen wird. Die Zahlen sind hier nur Fußnoten zum eigentlichen Erlebnis: unmittelbarer Schub, giftige Gasannahme, null Filter zwischen Fuß und Vorwärtsdrang.


Typisch Donkervoort ist auch das, was fehlt. Servolenkung: optional. ABS: optional. Elektronische Assistenten: praktisch nicht vorhanden. Dafür stehen die Vorderräder frei im Wind – eine Reminiszenz an die Seven-Ahnen. Ein manuelles Fünfgang-Getriebe unterstreicht den analogen Charakter.



Im Innenraum steht der Fahrer im Mittelpunkt: Digitale Anzeigen werden mit klassischen Schaltern und Drehreglern kombiniert, um Ablenkung zu vermeiden.

Die Aerodynamik arbeitet eher im Verborgenen. Abtrieb entsteht vor allem unter dem Auto, nicht durch Flügeltheater. Ein optionales, abnehmbares Aero-Paket erhöht die Performance auf der Rennstrecke.


Der Donkervoort P24 RS auf der Rennstrecke von Assen in den Niederlanden.
Der Donkervoort P24 RS auf der Rennstrecke von Assen in den Niederlanden.

FOTOS: Donkervoort

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