DS N°7: DIE SIEBENTE GÖTTIN

Die französische Luxusmarke von Stellantis pflegt althergebrachte Tugenden und verneigt sich vor den großen Citroën-Limousinen der Vergangenheit.

Die Staatslimousinen von Frankreichs Präsidenten sind selbstverständlich stets französische Autos. Undenkbar, einer von ihnen hätte sich je in einem Mercedes 600 blicken lassen. Aktuell fährt der Präsident einen DS – so wie schon Charles de Gaulle, der ab 1965 in einem Citroën DS 21 Pallas chauffiert wurde.


Emmanuel Macrons Limousine ist heute ein SUV, der DS N°7 Élysée. Wer ein ähnliches Fahregefühl wie der französische Präsident erleben möchte, braucht sich nur zu einem DS-Händler zu begeben und einen N°7 probezufahren.
Die Nummer 7 gab es schon zuvor bei DS Automobiles, da hieß das Auto noch schlicht DS7. Weiterhin werden die Modelle durchnummeriert, die Ziffer erhält jetzt in Anlehnung an Coco Chanels berühmtes Parfum N°5 das Kürzel N° für „numero“ vorgesetzt. Der DS N°7 gehört der vielverkauften Fahrzeugklasse der C-SUVs an, er wurde länger als sein Vorgänger (um sieben Zentimeter) und hat einen größeren Radstand (um fünf Zentimeter), der dem Platzangebot für die Passagieren zugute kommt. Denn Reisen ist seine Domäne, er soll laut Hersteller den Unterschied zwischen einer Fahrt (trip) und einer Reise (journey) verdeutlichen.

Ja, das spürt man. Das ist Komfort, wie man ihn von früheren Citroën-Modellen kennt: der Deésse (DS), dem CX, dem XM, dem C5. Sie alle hatten das markentypische hydropneumatische Fahrwerk, das es heute nicht mehr gibt, aber wie im Fall des N°7 gut nachgeahmt werden kann: Schweben wie damals.
Um die Vorzüge seines Elektroantriebs zu beweisen, hat DS Automobiles den neuen N°7 zusammen mit ein paar Konkurrenzmodellen anderer Hersteller auf eine Reise geschickt, wie sie so manche Pariser Familie im Sommer ebenfalls absolviert: von der Hauptstadt Frankreichs nach Montpellier im Süden des Landes. Die 760 Kilometer lange Tour legte der N°7 mit nur einem Ladestopp zurück, 404 km kam er bis dahin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 102 km/h auf der Autobahn. Die Mitbewerber? Mussten zweimal zum Laden anhalten.

HAUTE COUTURE FÜR DEN ALLTAG
Dazu kommt das gewisse Extra im Innenraum. Komfort, Entspannung und Raffinesse stehen im Mittelpunkt des Fahrerlebnisses. Dazu trägt die hohe Verarbeitungsqualität im Innenraum des DS N°7 ebenso bei wie die Verwendung hochwertiger Materialien, in Szene gesetzt auf besondere Weise – wie Sitzbezüge im Uhrenarmband-Design und handgearbeitete Perlstich-Nähte zeigen.
Je nach Ausstattungsniveau sind Annehmlichkeiten wie ein Panorama-Glasdach, schalldämmende Akustikverglasung, Alcantara- oder Nappaleder-Sitze mit Sitzheizung, Sitzkühlung und Massagefunktion, beheizbare Windschutzscheibe und Lenkradheizung, ein Neck Warmer, der sanft warme Luft im Nackenbereich zirkulieren lässt, und auf Wunsch auch Naturholzverkleidungen an Bord.

Was Komfort auch bedeuten kann, zeigt eine für den DS N°7 Étoile und La Première optional erhältliche Ausstattung: Die DS Active Scan Suspension analysiert den Fahrbahnzustand vor dem Fahrzeug mittels einer Kamera, vier Sensoren und drei Beschleunigungsmessern. Dieses System erkennt Unebenheiten im Voraus und passt innerhalb von Millisekunden die Wirkung der Stoßdämpfer entsprechend an, und zwar für jedes Rad einzeln. Schlaglöcher und andere Rumpler werden einfach weggefiltert. Wenn das nicht an die klassische Deésse aus den 1950er- bis 70er-Jahren erinnert…
DS N°7 in Zahlen:
DS N°7 Hybrid: 1,2-l-Benzin-Dreizylinder plus Elektromotor, 145 PS.
DS N°7 E-Tense FWD: Elektromotor, 230 PS.
DS N°7 E-Tense FWD Long Range: Elektromotor, 245 PS.
DS N°7 E-Tense AWD Long Range: Elektromotor, 350 PS.
Preise: N°7 Hybrid ab 41.900 Euro inkl. NoVA und MwSt.; N°7 E-Tense (E-Antrieb) ab 51.500 Euro; Topmodell N°7 E-Tense AWD Long Range mit Allradantrieb, Ausstattung La Première: 70.500 Euro.
Länge/Breite/Höhe: 4.660/2.099/1.625 mm. Radstand: 2.790 mm.
Gewicht 1.556–2.252 kg.
Nähere Informationen: hier klicken.
FOTOS: Stellantis / Christian Houdek
.png)



Kommentare