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PORSCHE 911 GT3 S/C: OFFEN WIE NIE

  • Autorenbild: Peter Pisecker
    Peter Pisecker
  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Ein zweisitziges Cabriolet mit 4,0 Liter großem Boxermotor im Heck, der seine Atemluft ohne jede Aufladung frei ansaugt und solcherart 510 PS freisetzt.



Der Porsche 911 GT3 war in der Elfer-Familie immer etwas Besonderes. Noch besonderer war er ab 2021 mit Touring-Paket, was im Wesentlichen den Verzicht auf den voluminösen Heckspoiler bedeutete und damit für ein weniger martialisches Auftreten im Straßenverkehr sorgte. Wer diesem Link folgt, öffnet damit meine damalige auto touring-Geschichte über den GT3 mit Touring-Paket. Walter Röhrl kommt auch darin vor.


Nun hat Porsche nach einiger Geheimniskrämerei eine neue Variante des GT3 aus dem Hut gezaubert. Es darf vermutet werden, dass der Wunsch nach dieser Version aus Kundenkreisen kam.



Der neue Porsche heißt 911 GT3 S/C und ist eine Symbiose aus dem GT3, der Leichtbaustrategie des 911 S/T (ein auf 1.963 Stück limitiertes Sondermodell zum 60-jährigen 911er-Jubiläum 2023) und dem Elfer-Cabrio.


Der erste 911 GT3 mit vollautomatischem Verdeck. Ein 510-PS-Tier, aber zum Flanieren.


An dieser Stelle ist klarzustellen, was den GT3 ausmacht: der Sechszylinder-Boxermotor im Heck. Er ist kein Turbomotor, sondern ein sogenannter Sauger, der ohne Aufladung und mit einer Höchstdrehzahl von 9.000/min eine Leistung von 375 kW (510 PS) und ein Drehmoment von 450 Nm aus 4,0 Liter Hubraum herausholt.



Der 911 GT3 S/C ist ausschließlich mit dem kurz übersetzten und leichten Sechsgang-Sportschaltgetriebe des 911 S/T erhältlich. Spuren konsequenten Leichtbaus finden sich auch an anderen Stellen: Fronthaube, Kotflügel und Türen sind aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt. Stabilisatoren, Bremsen und Räder folgen ebenfalls der S/T-Leichtbauformel, Magnesium kommt beim vollautomatischen Verdeck des 911 GT3 S/C zum Einsatz.


Sogar besonders leichte Bodenteppiche und Leichtbau-Türverkleidungen tragen zur Gewichtseinsparung bei. Das Ergebnis ist ein offener Zweisitzer, der trotz seines elektrischen Cabrioverdecks nur 1.497 Kilo wiegt. Wer’s noch leichter will, ersetze die serienmäßigen Sportsitze Plus durch Leichtbau-Sportschalensitze mit klappbarer Rückenlehne.


Mit zwei Partikelfiltern und vier Katalysatoren gehört der 4,0-Liter-Saugmotor des 911 GT3 S/C trotz seiner hohen Leistung zu den saubersten Verbrennungskraftmaschinen. Und mit seinem Hochdrehzahlkonzept wahrscheinlich zu den am besten klingenden – live hören konnten wir ihn leider noch nicht.


Die Fahrleistungen jedenfalls sind zum Ohren-Anlegen: In 3,5 Sekunden sind 100 km/h erreicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 313 km/h. Das offen zu fahren ist allerdings ein, hm, höchst außergewöhnliches Vergnügen.


Porsche 911 GT3 S/C mit Street Style Paket.


Muss man haben? Nur wenn man zahlungskräftiger Porsche-Enthusiast ist, dem das neue Schmuckstück 385.278 Euro wert ist. Wer mag, kann auch noch um zusätzliche 39.612 Euro und 89 Cent das Street Style Paket bestellen. Dessen auffällige Dekorgrafiken auf den vorderen Kotflügeln sowie die Porsche-Schriftzüge an den Fahrzeugseiten sind in der Farbe Pyrored gehalten, die Bremssättel mit schwarzem Porsche-Schriftzug strahlen in Victory Gold.


Halbstark? Nein, ganz stark.


FOTOS: Porsche

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